Bienengift-Salben gehören zu den meistgefragten Produkten bei Jonelia Health – und zu den am häufigsten missverstandenen. Zeit für eine sachliche Einordnung: Was steckt in der Tube, wie wird sie angewendet, und wer sollte darauf verzichten?
Auf einen Blick
- Bienengift-Salben sind kosmetische Mittel für die äußerliche Hautpflege – keine Arzneimittel.
- API-HOT®: mit Chili-Extrakt, vermittelt ein deutliches Wärmegefühl; typisch für Nacken, Schulter und Rücken.
- API-REGENT®: ohne gezielt wärmebildende Zusätze, reichhaltige Kräuteröl-Salbe für die regelmäßige Anwendung.
- Nicht anwenden bei bekannter Bienen- oder Wespengiftallergie, auf verletzter Haut, bei Kindern sowie in Schwangerschaft und Stillzeit ohne ärztliche Rücksprache.
Ausführlich mit Quellen, Gegenanzeigen und zwölf häufigen Fragen: der Bienengift-Ratgeber.
Was ist Bienengift?
Bienengift (Apitoxin) ist ein Sekret der Honigbiene, das sie zur Verteidigung einsetzt. Es besteht zu rund 80 % aus Proteinen und Peptiden. Mengenmäßig wichtigster Bestandteil ist Melittin mit 50 bis 55 % der Trockenmasse; dazu kommen unter anderem Phospholipase A2 (10 bis 12 %), Apamin, das MCD-Peptid, Hyaluronidase und Histamin. Diese Anteile stammen aus der Fachübersicht des Schweizerischen Zentrums für Bienenforschung. In kosmetischen Salben liegt Bienengift in sehr geringer, standardisierter Konzentration vor und steht in der INCI-Liste als Apitoxin.
Wie wird das Gift gewonnen?
Durch Elektrostimulation: Ein Kollektorrahmen aus Drahtnetz, Glasplatte und dünner Membran veranlasst die Bienen mit einem schwachen Reiz zum Stechen. Der Gifttropfen bleibt auf der Glasplatte, und weil sich der Widerhaken im Glas nicht verhakt, zieht die Biene ihren Stachel zurück und überlebt. Rund drei Stunden Sammelzeit ergeben etwa 150 mg trockenes Gift; die Sammeltätigkeit des Volkes geht dabei um 10 bis 15 % zurück.
API-HOT® – die wärmende Variante
Die API-HOT® Bienengift-Salbe von Schloßwald-Bienengut kombiniert Bienengift mit Chili-Extrakt (Capsicum Annuum), Vanillyl Butyl Ether, Methylsalicylat, Arnika-Blütenextrakt und Allantoin. Beim Einmassieren entsteht ein deutliches Wärmegefühl auf der Haut. Der Hersteller weist ausdrücklich darauf hin, dass das Produkt heiß werden kann, und empfiehlt das Auftragen mit einem Einmalhandschuh.
API-REGENT® – die Variante ohne Wärmezusatz
Die API-REGENT® Classic ist eine reichhaltige Kräuteröl-Salbe auf einer Grundlage aus Lanolin, Süßmandelöl und Bienenwachs, mit Wacholder, Rosmarin, Cajeput, Pfefferminze, Thymian, Eukalyptus, Nelke und Kiefer sowie Menthol und Kampfer. Nach Herstellerangabe verzichtet sie bewusst auf gezielt wärmebildende Zusatzstoffe und wird auf der Haut eher frisch bis kühl wahrgenommen. Sie zieht langsam ein und eignet sich deshalb gut für eine längere Massage. Beide Salben zusammen gibt es im Set mit Gratis-Probe.
Anwendung Schritt für Schritt
- Zuerst an einer kleinen, unauffälligen Hautstelle testen und die Stelle mehrere Stunden beobachten.
- Eine haselnussgroße Menge auf die gewünschte Stelle der intakten Haut auftragen und mit kreisenden Bewegungen einmassieren.
- Anschließend die Hände gründlich mit Seife waschen – Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden.
- Üblich ist eine Anwendung ein- bis zweimal täglich. Keine Wärmflasche, kein Heizkissen und keine luftdichten Verbände zusätzlich verwenden.
Für wen Bienengift-Salben nicht geeignet sind
Ganz wichtig: Wer allergisch auf Bienen- oder Wespenstiche reagiert, darf keine Bienengift-Produkte verwenden – auch nicht probeweise. Ebenfalls nicht anwenden auf offener, verletzter, gereizter oder entzündeter Haut, nicht auf Schleimhäuten, nicht im Augenbereich, nicht bei Kindern sowie in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach ärztlicher Rücksprache. Eine leichte Rötung und – bei API-HOT® – ein Wärmegefühl sind rezepturbedingt. Starkes Brennen, Quaddeln, Schwellungen oder Atembeschwerden sind es nicht: dann sofort abwaschen und ärztlichen Rat einholen. Bei Atemnot, Kreislaufproblemen oder Bewusstlosigkeit gilt der Notruf 144.
Alle Gegenanzeigen, der Ablauf des Verträglichkeitstests und das Vorgehen bei einer allergischen Reaktion stehen ausführlich im Bienengift-Ratgeber.
Weitere Bienenprodukte im Sortiment
Neben Bienengift führen wir Propolis als Tinktur, Kapseln und Salbe, Gelée Royale, Blütenpollen und Manuka-Honig. Alle Bienenprodukte finden Sie gesammelt unter Bienengift & Bienenprodukte, die Bienengift-Salben und -Kosmetik unter Bienengift und die Original-Salben unter Schloßwald-Bienengut.
Häufige Fragen
Wie schnell spürt man die Wärme von API-HOT®?
Meist innerhalb weniger Minuten. Die Intensität hängt von Hauttyp, Menge und Einmassieren ab – beginnen Sie sparsam.
Worin unterscheiden sich API-HOT® und API-REGENT®?
Nicht im Bienengift, sondern in den Begleitstoffen: API-HOT® enthält Chili-Extrakt, Vanillyl Butyl Ether und Methylsalicylat und vermittelt ein deutliches Wärmegefühl. API-REGENT® verzichtet auf gezielt wärmebildende Zusätze und setzt auf eine Kräuterölmischung mit Menthol und Kampfer.
Sind die Bienen bei der Gewinnung gefährdet?
Bei der heute üblichen Gewinnung geben die Bienen ihr Gift auf einer Glasplatte ab, ohne den Stachel zu verlieren. Die Sammeltätigkeit des Volkes geht in dieser Zeit um etwa 10 bis 15 % zurück.
Hinweis: Bienengift-Salben sind kosmetische Mittel nach Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 und keine Arzneimittel. Sie dienen der Pflege der Haut und sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu heilen, zu lindern oder zu verhüten. Maßgeblich sind die Angaben auf der Verpackung. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung.
